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Forum für hermetische Kunst und Kultur & Astrosophische Praxis
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Den kosmischen Funken in sich erwecken
Liebe Leserinnen und Leser,
oft beschäftigt uns die Frage, welches Ziel und welche inhaltliche Ausrichtung auf unserem geistigen Weg für uns bedeutsam und unserer Entwicklung förderlich ist. Jeder einzelne Kulturkreis weist eine Fülle von weltanschaulichen Richtungen, Methoden und Möglichkeiten auf, die die Ziele der Weg häufig undurchsichtig erscheinen lassen.
Diese Vielfalt kann zum Fallstrick werden, solange der Mensch versucht, zu unterscheiden. Und so werden die Unterschiede zur Bewertung herangezogen, anstatt die Ähnlichkeiten der Wege, ihr gemeinschaftliches Raster, die eine, immer wiederkehrende Struktur zum Mittelpunkt der Betrachtung zu machen. Die hermetische Philosophie beispielsweise, ist eine überbegriffliche Weltanschauung, die in der konsequenten Anwendung zu der wohltuenden Einsicht führt, dass die verschiedenen geistigen Traditionen und Kulturen, alle ein ähnlich geartetes Raster in sich tragen. So vermag uns die hermetische Philosophie bei unserer Suche zu helfen. Insbesondere die Astrosophie ist, als hermetische Urprinzipienlehre ein hilfreiches Instrument, um dem Verständnis unserer inneren Mechanismen näher zu kommen - sie ist sozusagen die Eintrittskarte zu einem tieferen Verständnis, da der Mensch mit dem astrosophischen Wissen lernt, in Überbegriffen zu denken und zu betrachten.
In einer solchen überbegrifflichen Betrachtung finden wir Kraft und Bestätigung: Denn ein wesentliches Ziel aller Wege ist die Bewusstwerdung, die den Menschen frei und unabhängig werden läßt. Auf dem Weg kommt es auf die Grundhaltung des Suchenden an, denn in vielen Bereichen steht sich der Mensch mit seinen Vorstellungen und Bewertungen selbst im Wege. Er kann von selbstgestrickten Fixierungen und Ideen nicht lassen, obwohl er diese - unbewusst - eigentlich nur entwirft, um sich nicht ändern zu müssen. Vorstellungen, Ideen, Fixierungen sind wie Gitterstäbe eines eigenhändig errichteten Gefängnisses, mit dem man sich in die Umgrenzung seines leitbildhaften Lebens einschließt. Statt Befreiung zu erlangen, gerät man immer mehr in eine Bindung hinein, weil die Vorstellungen aufrecht erhalten werden wollen. Der in sein selbst geschaffenes Bild eingeschlossene Mensch ignoriert nicht nur die Wachstumsdynamik einer offenen und lebendigen Weltsicht, vielmehr versteinert aufgrund dieser Haltung auch alles, was ihn in seinem Leben umgibt - sein “Leben” erfährt eine Art Todesstarre, obwohl er völlig agil in seinen Vorstellungen und Leitbildern in Aktion ist.
In den Überlieferungen der philosophischen Traditionen jenseits der christlichen Prägung, wird der Mensch als ein Gott ebenbildliches Wesen beschrieben, in welchem der gleiche Kern schlummert wie in seinem Schöpfer. Zieht man derartige Vergleiche, sollte man immer bedenken, dass jene Darstellungen, auch wenn sie für den abendländischen Menschen christlicher Prägung obskur klingen mögen, sich allemal auf den Geist und die menschliche Seele beziehen, die bei jedem Menschen den gleichen Gesetzen unterworfen ist. Nur die Psyche, zu der man die Mentalität zählt, ist je nach Kultur anders geartet. Wir haben uns angewöhnt aus der Sicht der Psyche Urteile zu fällen, die somit auf der Oberfläche bleiben, weil sie das tiefere Wesen des Menschseins nicht erfassen. Hat es also in früheren Kulturen Systeme gegeben, die Körper, Geist und Seele in einen Einklang gebracht haben, so besitzen diese heute absolut die gleiche Gültigkeit sowie Wirksamkeit wie damals. Nur der Mensch sollte es für sich bewerkstelligen können, seine hinderlichen Meinungen und Bewertungen zurückzustellen, die ja in den meisten Fällen nicht einmal auf Erfahrungen gewachsen sind, sondern lediglich nur auf Hörensagen. Das bedeutet: Wenn man davon ausgeht, dass die Schöpferkraft inwendiges und äußeres Leben gestaltet, vermag der Mensch in gleicher Weise inneres und äußeres Leben zu gestalten. Aus dieser Sicht ist es dem Menschen also möglich, zwischen dem Endlichen und dem Unendlichen wieder einen Kontakt herzustellen. Jener göttliche Funke, man könnte auch sagen, das höhere Selbst oder das geistige Ich, liegt im Inneren eines jeden Individuums latent verborgen. Wird es erweckt, vermag man die Verbindung mit der Ur-Quelle wieder herzustellen. Welche wesentlichen Erkenntnisse über die Zusammenhänge unserer inneren Mechanismen, können uns bei der Annäherung an diesen inneren Funken hilfreich sein?
Wir alle sind geistig-seelische Wesen, die für einen gewissen Zeitraum ihren Körper bewohnen, um auf der Ebene von Raum und Zeit bestimmte Erfahrungen zu machen. Unsere Seele sucht sich ein Umfeld, in dem es möglich ist, für den Zeitraum eines Menschenlebens ganz spezifische Erlebnisse zu haben, einen Lebensplan zu erfüllen, der für die Entfaltung unseres Bewusstseins bedeutsam ist. Wir sind nicht geboren worden, nur um zu überleben – sondern wir überleben, um gewisse Phänomene des Lebens zu verstehen.
Wir verwickeln uns in unserer materiellen Existenz, um auf diese Weise in Kontakt zu kommen mit den Wirkmechanismen unseres Bewusstsein das als gestaltende Kraft Einfluss auf die Materie nimmt, und umgekehrt, um zu erfahren, wie die Materie Spuren in unserem Bewusstsein hinterlässt. Letztlich, um damit Bewusstheit zu erlangen, uns zu befreien und um schöpferische Kräfte frei zu setzen, die uns unsere Existenz meistern lassen. Dieses Lebensziel ist als eine Kombination von Sehnsüchten und Fähigkeiten in unserer Seelenpersönlichkeit verankert und treibt uns dazu, diesen Raum zu geben um darüber Freude, Intensität und Sinnhaftigkeit zu erfahren. Wenn wir unsere Wahrnehmung als Fenster zur äußeren und inneren Welt erweitern und dadurch den Zugang zu den in uns schlummernden Möglichkeiten öffnen, können wir in unserem Leben das (er-)schaffen, weswegen wir hierher gekommen sind und was uns am Ende unseres Daseins das Gefühl schenken wird, ein reiches Leben geführt zu haben.
Meist verlieren wir im Laufe der ersten Lebensjahre den Kontakt zu unserer seelischen Lernaufgabe. Wir werden durch den Zeitgeist in dem wir aufwachsen und den prägenden Beziehungen von unserem Elternhaus und der Schule fremdbestimmt. Wir treiben in einer Art und Weise durch das Leben, die unserem Wesenskern nicht entspricht und verstricken uns in Zielen, die nichts mit dem eigentlichen Lebensplan der Seele zu tun haben. Dieser Verlust der Verbindung zu unserem inneren Selbst, bewirkt eine tiefe Verunsicherung; es entstehen Verlust- und Versagensängste. Um diese zu kompensieren, beginnen wir nach emotionaler und finanzieller Sicherheit zu suchen, binden uns möglicherweise an Menschen und Berufe, die uns in unserer Entwicklung hemmen und geraten letztlich in ein Hamsterrad, das uns auf der Stelle treten lässt. Wir verlieren den Kontakt zu unserem Wesen, unserer inneren Stimme, unserem schöpferischen Potenzial und zu den Lebensaspekten, die uns Motivation und Energie schenken können. Um diese unglückselige Entwicklung aufzuhalten, ist es notwendig, wieder den Kontakt zu unserem ursprünglichen Wesen herzustellen, um herauszufinden, was unserem Lebensplan wirklich entspricht.
Die hermetische Astrologie ist ein Weisheitsinstrument, das uns helfen kann die Sinnhaftigkeit unserer Lebensbestimmung herauszufinden und diese im Einklang mit dem großen Sein, von dem wir ein Teil sind, zu verwirklichen. In dem wir das in uns schlummernde Seelenpotenzial zur Entfaltung bringen, stellt sich eine gefühlte Verbindung zum großen ewigen Urgrund wieder ein, sowie ein absolutes Urvertrauen in das Sein. So wird es wieder möglich, die Impulse des großen, ewigen Bewusstseins zu empfangen, dem wir entsprungen sind und dessen Strom uns mit seiner Weisheit durch das Leben trägt. Mit der hermetischen Astrologie ist es möglich, unser eigentliches Wesen zu entdecken und im Einklang mit dem großen Sein unsere Bestimmung zu entfalten. Die Spuren dieses alten Weisheitsinstrumentes lassen sich bis in die Zeit der ägyptischen Mysterien, ca. 3.500 Jahre vor unserer Zeitrechnung zurückverfolgen. In dem berühmten Hathortempel von Dendra wurde eine der ältesten Darstellungen des Tierkreises entdeckt, die der Nachwelt signalisiert, dass in den alten Einweihungstraditionen das Symbolwissen um die kosmischen Kräfte zur weltanschaulichen Basis gehörte. Die Astrosophie eröffnet dem Menschen die Perspektive auf die verborgenen, gesetzmäßigen Zusammenhänge der Seele und des daraus folgenden äußeren Kräftespiels zu blicken, das wie ein unterirdischer Strom unter der sichtbaren Kausalität des Alltages fließt. Sie lässt den Zusammenhang zwischen Seele und Schicksal deutlich werden und ermöglicht mittels der Kenntnisse der Kräfte, die in unserem Leben walten, und dem Geburtshoroskop einen Blick in das innere Gefüge unserer seelischen Matrix zu werfen.
Leider gerät die Astrologie auch heute noch in eine Ecke in die sie nicht gehört. Dies wird durch die hartnäckigen Pauschal-Prognosen unterstützt, die aus dem Lager der Profanastrologen kommen. Der Glaube, dass die Astrologie ein Prognosesystem ist, das deutlich machen kann, wie es im Leben weitergehen wird, welche Ereignisse eintreffen und wie deren Verlauf sich gestaltet, haftet der starken Säule der hermetischen Philosophie an, wie dem Fischverkäufer der Duft seiner Ware. Dergestalt in die Irre geleitet, nähern sich die Menschen der Astrologie mit Fragen an, die wie folgt lauten können: „Was wird in der nächsten Zeit auf mich zukommen?“ „Ist es der rechte Moment, eine bestimmte Unternehmung anzugehen?“ Oder in Notsituationen, in denen man vielleicht krank ist, lautet dann die Frage: „Soll ich mich einer Operation oder einer spezifischen Behandlung unterziehen?“ „Wie wird es in meinem Leben weitergehen?“
Sicher ist es ein sehr alter und auch verständlicher Wunsch des Menschen, sich von der Ausgeliefertheit an äußere Bedingungen befreien zu wollen. Doch muß man sich in diesem Zusammenhang vergegenwärtigen, dass das Bewusstsein des Menschen immer jene Instanz ist, die darüber entscheidet, wie sich bestimmte Lebensverläufe gestalten. Vielmehr müßte in diesem Zusammenhang die Frage lauten: „Was soll ich in der kommenden Zeit lernen oder welchem Aspekt innerhalb des Lebens gilt es eine Aufmerksamkeit zu schenken? Welche Wesensanteile schlummern in meiner verborgenen Seelenmatrix, die darauf warten, daß sie von mir auf die Welt gebracht werden?“
Bedeutsam ist in diesem Zusammenhang stets die Intention, mit der das Leben geführt wird. Dient es dem Menschen hauptsächlich, um eine gerade Spur zu zeichnen, um wie ein Eisbrecher eine Bahn durch das Eismeer des Lebens zu ziehen? Oder liegt die Intention darin, das Leben als Plattform für ein geistiges Wachstum anzusehen? Im letzteren Fall braucht es eine Bereitschaft, das Leben als eine Kommunikationsebene für Wachstumsinhalte anzusehen. Jede Situation im Leben des Menschen ist geeignet, ihm eine entsprechende Erfahrung zu vermitteln, denn in den äußeren Bedingungen wachsen im Verborgenen die unbewussten Anteile des Menschen heran, die ihn mit wesentlichen Inhalten in Verbindung bringen wollen. Dieses unterschwellige Wachstum der Kräfte des Unbewussten nimmt in bestimmten Zeiträumen des Lebens langsam zu, um sich in den gegebenen Situationen in Form von Symptomen, Begegnungen, Ereignissen oder zwischenmenschlichen Verbindungen zu manifestieren. Alle Erlebnisbereiche des Menschen, auf deren Entstehung er keinen Einfluß nehmen kann, werden damit zum Träger des Unbewussten. Die Erfahrungswelt, das Schicksal übermittelt Botschaften, die für den Menschen von wesentlicher Bedeutung sind und damit liegt im Schicksalsverlauf auch gleichzeitig ein Heilmittel verborgen. So wie jedes Symptom dem Menschen das gibt, was ihm in seinem Bewusstsein fehlt, liefert auch die Welt jedem Menschen den Teil „frei Haus“, den er zur Heilung (Heiligung), also zur Ganzwerdung, braucht, damit er einen Wachstumsprozeß erfahren kann. Die Gegebenheiten der Erfahrungswelt besitzen für den Menschen aus kosmischer Sicht eine gewisse seelische Notwendigkeit, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Denn sie führen zur Ganzwerdung im Bewusstsein; Ganzwerdung ist gleich Heilwerdung.
Aus dem funktionalen Denken heraus möchten wir unsere Welt gerne nur im konkreten Äußeren verändern. Wir widmen uns Themen, oder Symptomen mit Dynamik, um sie aus unserem Leben zu drängen und erwarten, dass die jeweilig angestrebten Ergebnisse sich einstellen, so als würde das Leben genauso funktionieren wie ein Computer, der auf Befehlstastendruck die gewünschten Ergebnisse liefert. Oft sind wir bestrebt, Situationen, die uns unangenehm sind, zu verdrängen. Auf der körperlichen Ebene beispielsweise werden Symptome mit der medizinischen Keule weggedrückt. Dies hat allerdings zur Folge, dass sie an anderer Stelle des Körpers als ein Folgesymptom wieder auftauchen.
Ein Beispiel aus dem partnerschaftlichen Bereich verdeutlicht, dass Themeninhalte sich nicht funktional verändern lassen, weil sie durch Verdrängung keine Bearbeitung im Bewusstsein erfahren -- also keine Erlösung stattfindet -- , da sie lediglich verschoben werden. Ein Mensch trennt sich vom Partner, da bestimmte Reizthemen am anderen die Beziehung unerträglich machten. Nach geraumer Zeit geht die Person eine neue Beziehung ein, in der Hoffnung, in dieser ganz neue Themen anzutreffen. In der ersten Zeit scheint alles in bester Ordnung zu sein, der Himmel hängt voller Geigen, doch allmählich beginnen ähnliche Themen im anderen sichtbar zu werden, die bereits in der vorherigen Beziehung zum Abbruch führten. Die neue Beziehung wird wieder in Frage gestellt und abgebrochen. Es folgt eine weiterer Versuch mit einer erneuten Bindung, die auch nur zur Folge hat, dass mit der Zeit die altbekannten Themen wieder auftauchen.
Ein solcher Verlauf läßt sich natürlich auf jeden beliebigen Erlebensbereich, wie beispielsweise den Arbeitsplatz, Mitarbeiter, Projekte etc. erweitern, so dass man jedes Thema in dieses Wiederholungsraster einsetzen kann. Viele Menschen kennen ähnliche Situationen aus dem eigenen Leben und ringen damit, dem Hamsterrad des Schicksals, in dem sie sich aufgrund der wiederkehrenden Situationen gefangen fühlen, zu entkommen. Dies ist aber nicht möglich, solange der Mensch versucht, vor den Themen, die das Leben an ihn heranträgt, zu fliehen.
Ohne sich selbst zu verändern, ist eine Veränderung im Leben schwierig zu bewerkstelligen, denn unsere Erlebniswelt gestaltet sich auf dem Resonanzboden unserer geistigen Innenwelt. Der Mensch bleibt weiterhin Zuschauer desselben Lebensdramas, in dem lediglich die Schauspieler ausgetauscht werden, doch die Handlung und das Thema des Stückes bleiben stets gleich, solange der Resonanzboden nicht verändert wird.
Wirkliche Veränderung kann nur von innen nach außen entstehen, und nur dort findet die Astrologie ihre Anwendung. Sie ist als ein „Mittel“ anzusehen, das dem Menschen sowohl in zentralen Lebensfragen Auskunft über seine wahre Natur, seine innere Bestimmung liefert, als auch in zeitgebundenen Abschnitten deutlich macht, was es dort zu lernen gibt. Sind wir als Menschen für einen solchen Dialog offen und nehmen die zu lernenden Inhalte an, dann geraten auch die Dinge unseres Lebens in Fluß. Erst wenn wir uns selber verändern, dann wird sich auch unser Leben verändern.
Beabsichtigen wir wirkliche Veränderungen in unserem Leben zu bewerkstelligen, ist es als erstes notwendig, nicht gegen jeden äußeren Einfluß, Sturm zu laufen. Damit richtet man seinen Kampf nur gegen die Ausdrucksformen des Unbewussten, die sich in immer neue Formen kleiden, solange bis sie durch einen Bewusstwerdungsprozeß sukzessive erlöst werden. Dies setzt vor allem die Bereitschaft zur Konfrontation voraus. Will der Mensch sich also verändern, sollte er lernen, ganz ehrlich gegenüber sich selbst zu sein, um in der Folge Ausdrucksformen für seine, in ihm schlummernden Wesensanteile zu schaffen. Damit beugt er vor, dass ungelöste Inhalte nicht auf andere Lebensbühnen verschoben werden.
Im seelischen Keim eines jeden Menschen schlummern ganz individuelle Seelenanteile, die im Laufe der Existenz erkannt, befreit und auf die Welt gebracht werden wollen. Geschieht dies, dann verwandelt sich das Leben in einen aufbauenden Strom, der uns in Einklang mit unserem Sein führt. Denn ein zentrales Gesetz in unserem Universum ist das Recht auf Entfaltung und Wachstum. Dies drückt sich in der pulsierenden Zelle bis hin zur gesamten Dynamik des Universums aus und läßt sich in gleicher Weise auch auf die Existenz des Menschen übertragen.
Wenn wir uns als Menschen als ein mehr oder weniger freies, bewusstes Energiewesen betrachten, das in seinem Leben einen Entwicklungsprozess vollzieht der zur Ausprägung der in uns schlummernden Seelenqualitäten führt, dann wird deutlich, wie bedeutsam es ist, die rechten Bedingungen dafür herzustellen.
Der ursprüngliche Ansatz der hermetischen Astrologie ermöglicht uns, alle Facetten unserer nicht bewussten Seelenmuster aufzuspüren. Somit ist es möglich, einen Dialog mit jenem Teil aufzunehmen, der uns an unsere Lebensdramen bindet. Denn wir besitzen alle gewisse Vorstellungen und Ideale, die uns häufig von unserem Umfeld aufgedrängt wurden, die sich jedoch nicht mit unserer inneren Seelenwahrheit und den bestehenden Geburtsaufträgen decken. Die nicht verwirklichten Anteile unseres Seelenmusters führen in vielen Bereichen, wie Arbeitssituationen, Partnerschaft und Familie, sowie auf der körperlichen Ebene zur Blockade des freien Lebensflusses. Wir treten auf der Stelle, es entstehen Umbruchsituationen oder körperliche Symptome, deren Sinn sich uns oftmals nicht aufschließt. Die ursprünglich angewandte astrologische Signaturenlehre hilft uns im Umgang mit solchen Situationen, denn sie vermittelt den nötigen Erkenntnisschlüssel für die Symbolsprache des Lebens. Dieser Schlüssel ermöglicht es, den Dialog mit dem Leben aufzunehmen, um die Kluft zu erkennen, die zwischen den übernommenen Lebensidealen und unseren nicht verwirklichten Seelenmustern besteht. Mit dieser Kenntnis wird es möglich, die notwendigen Änderungen im geistigen Resonanzboden zu vollziehen. Auf diese Weise lösen sich bestehende Blockaden, die uns daran hindern, unsere erhaltenen Seelenaufträge zu verwirklichen. Dies führt zu einer erweiterten Selbswahrnehmung, die dazu beiträgt sich aus den alten Rastern zu befreien.
Jetzt wird auch der Weg offenbar für die unterschiedlichsten geistigen Verwirklichungsmöglichkeiten. Es kann beispielsweise deutlich werden, ob ein Mensch für den Weg des Herzens oder den Weg des Wissens geeignet ist. Ob er sich durch meditative Stille näher kommt oder durch aktive Meditation. Ob Atemarbeit oder Traumreisen ihn zu seinem Wesenskeim führen.
Auch hier verhält es sich so wie mit anderen Lebensbereichen. Niemals kann ein einziges Grundrezept auf die Gesamtheit der Menschen übertragen werden. Denn, so vielschichtig wie wir in unserem Wesen sind, sind auch die Möglichkeiten die wir für uns nutzen können. Wenn wir uns frei machen von einem begrenzenden funktionalen Denken und verstehen, dass die geistigen Entfaltungswege für uns besonders dann hilfreich sein können, wenn sie Inspiration und Begeisterung in uns hervorrufen, dann werden sie zum Fahrzeug das uns, der in uns schlummernden kosmischen Kraft, näher bringt - denn Inspiration und Begeisterung erwachsen stets aus der Entsprechung mit unserem inneren Wesen.
Ihnen wünsche ich Inspiration und Begeisterung!
Herzlichs Ihr,
Randolf M. Schäfer
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